1. emotionale Tage : Andrea, auch eine deutsche FSJ-lerin ist am Wochenende abgereist. Sie hat im Casa feminina eine Abschiedsfeier mit Churrasco und viele Leuten gefeiert. Es sind viele Tränen geflossen. Sie hat das letzte Jahr hier verbracht und im CERVIN gearbeitet. Sie hat mir und den anderen beiden FSJ-Mädels geholfen uns hier etwas zurecht zu finden. In den 3 Wochen die wir hier mit ihr verbracht haben waren sehr cool und sehr hilfreich, besonders im Bereich der Sprache. Ich finde es schade das sie jetzt schon weg ist und nicht deswegen, weil wir jetzt mehr auf eigenen Füßen stehen müssen.
2. nervenaufreibende Tage: Am Donnerstag sind 2 Teenie-Mädchen abgehauen. Es waren beides Mädchen, die direkt vorher im Gefängnis waren und vom Richter geschickt worden waren. Das hatte für sie zur Folge, dass sie von der Polizei gesucht wurden. Am Samstag morgen wurden sie gefunden und wieder ins CERVIN gebracht. Beide hatten gleich als sie draußen waren Drogen genommen, sich prostituiert und eine von ihnen wäre fast zu Tode geschlagen worden. Eine der beiden Mädchen war nicht zum erste mal abgehauen. Sie hat deswegen keine weiter Chance bei uns bekommen und durfte nicht wieder ins CERVIN zurückkehren. Das Mädchen, dass zurück gekommen ist hat jetzt einige Strafen bekommen. Jedoch sagt sie jetzt, das sie keine Therapie mehr möchte und verhält sich auch dem entsprechend. Jetzt muss mit dem Richter geklärt werden ob sie gehen darf oder nicht. Es ist für mich eine sehr komische Situation. Bevor sie abgehauen ist hatte ich zu ihr ein recht gutes Verhältnis und wir haben viel rum gealbert. Jetzt musste ich mich ihr gegenüber ganz anders Verhalten, da wir Mentoren ihr zeigen wollen, dass sie etwas falsch gemacht hat. Das fällt mir sehr schwer .
3. anstrengende Tage: Ich war wie angekündigt das ganze Wochenende im Casa und habe gearbeitet. Dadurch das das eine Mädchen zurück gekommen ist,
war eine sehr merkwürdige Stimmung im Casa. Viele haben sich unwohl Gefühlt. Ich fand es schwer zu wissen, wie ich mich wem gegenüber zu Verhalten habe und helfen kann. Vom Sonstigen Arbeiten her war es aber ein recht angenehmes Wochenende und wir hatten viel Spaß. Ich hab aber gemerkt das so ein Wochenende, wo man dauerhaft präsent sein sollte und immer zu mit einer anderen Sprache konfrontiert wird sehr an die Kräfte geht. Eine Mentorin, Jane, wollte mir eine Auszeit genehmigen und hat mich am Sonntag Abend mit nach Londrina genommen, wo sie zu Verwandten gegangen ist. Es war sehr cool mal in ein Haus einer normalen Familie zu gucken und ein bisschen in den Alltag zu schnuppern. Leider war es für mich nicht so entspannend wie von Jane gedacht.
Nach dem Wochenende ging es heute schon gleich mit einer für mich großen Aufgabe weiter. Ich habe heute, wie angekündigt, mit den Frauen gebastelt. Es war sehr ... interessant :) Wir haben die Frauen in 2 Gruppen eingeteilt, so das ich nur eine Hand voll Leute zu bändigen hatte. Zu Anfang hat auch alles gut geklappt. Ich habe was erklärt und Birgit (ebenfalls Missionarin der Marburger Mission hier in Rolandia) hat das übersetzt. Die Frauen haben es mehr oder weniger verstanden und hatten auch Spaß daran es zu machen. Sie haben zwar wesentlich länger gebraucht als ich geplant hatte, aber das ist ja nicht so schlimm. Mit der 2. Gruppe war das dann leider anders. Die Frauen hatten wirklich keine Geduld. Diese Reihenfolge von erst zuhören um es zu verstehen und
dann zu machen hat nicht so wirklich geklappt. Und es hat eine ganze Weile gedauert bis es mehr oder weniger alle verstanden hatten. Bis dahin hatte die Hälfte schon angefangen Mist zu machen und mich auf den Arm zu nehmen. So musste ich immer gucken was eine ernst gemeinte Frage ist und ich helfen sollte und was nicht. Das war sehr anstrengend. Leider hatten hier auch eher weniger Lust zu malen, was das alles irgendwie noch verschlimmert hat... Naja am Ende waren auch ein paar Bilder fertig. Es war zwar Chaotisch aber ok :) Hier ist das Ergebnis von dem Nachmittag. Es sind zwar noch keine Lesezeichen, aber ich habe noch Hoffnung das es noch welche werden:)
4. lustige Tage: Neben all den anstrengenden Sachen fehlte mir in den letzten
Tagen auf keinen Fall der Spaß. Am Montag Abend machen wir deutschen FSJ-ler immer bei uns im Haus zusammen Hauskreis. Vorher kochen und essen wir immer noch gemeinsam. Wir sind eine sehr lustige Truppe und in diesem "deutschen" Rahmen toben wir uns mit dem Reden dann auch immer aus. Auch wenn es nicht immer sinnvoll ist was wir reden. Ebenfalls im Casa gibt es immer was zu lachen. Besonders spaßig ist es mit den Mentoren zusammen, weil irgendwer von uns immer grad irgendein Blödsinn im Kopf hat. Heute z.B. hat Ricardo uns Anlass zum Lachen gegeben, als er sich seine Fingernägel neu Lackiert lassen hat. Er ist unser einziger Mann im Casa feminina und sehr verrückt und lustig.
3. anstrengende Tage: Ich war wie angekündigt das ganze Wochenende im Casa und habe gearbeitet. Dadurch das das eine Mädchen zurück gekommen ist,
Nach dem Wochenende ging es heute schon gleich mit einer für mich großen Aufgabe weiter. Ich habe heute, wie angekündigt, mit den Frauen gebastelt. Es war sehr ... interessant :) Wir haben die Frauen in 2 Gruppen eingeteilt, so das ich nur eine Hand voll Leute zu bändigen hatte. Zu Anfang hat auch alles gut geklappt. Ich habe was erklärt und Birgit (ebenfalls Missionarin der Marburger Mission hier in Rolandia) hat das übersetzt. Die Frauen haben es mehr oder weniger verstanden und hatten auch Spaß daran es zu machen. Sie haben zwar wesentlich länger gebraucht als ich geplant hatte, aber das ist ja nicht so schlimm. Mit der 2. Gruppe war das dann leider anders. Die Frauen hatten wirklich keine Geduld. Diese Reihenfolge von erst zuhören um es zu verstehen und
4. lustige Tage: Neben all den anstrengenden Sachen fehlte mir in den letzten
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