So nun ist es so weit. Der Kalender sagt das es der 24. Dezember ist und damit Weihnachten. Es fuehlt sich fuer mich zwar so ungefaehr null danach an, aber ist auch egal :) Ich bin gerade in Caiua im Staat Sao Paulo bei einer Mitarbeiterin aus dem casa feminina zu Hause. Da hier heute noch nicht Weihnahten ist, schwitzten wir im sehr heissen Caiua einfach vor uns hin und leben in den Tag hinein. Morgen ist hier dann Weihnachten, auch wenn das Weihnachtsfest hier kaum Bedeutug hat. Wir wissen ja eh nicht wann Jesus wirklich geboren ist, wird mir dann immer gesagt wenn ich frage, wieso sie an Weihnachten kein Gottesdienst in der Kirche haben.
Ich wuensche euch, meine lieben Blog-Leser frohe und gesegnete Weihnachten im kalten Deutschland!
Donnerstag, 24. Dezember 2009
Dienstag, 15. Dezember 2009
Montag, 14. Dezember 2009
Es kommt Weihnachtsstimmung auf
Der Kaktus ist geschmückt...
Wir haben eine Krippe gebastelt...
Und sogar gab es schon Stutenmännchen...
Samstag, 12. Dezember 2009
Vom Leben wo sie zurechtkommen müssen
Am Wochenende war ich mit Ariana (Monitora) und 5 Alunas in Londrina auf einem Konzert von Andre Valadao. Er ist ein christlicher Musiker von dem viele Lobpreislieder hier sind. Und nicht nur er hat gespielt sonder gleich auch noch Mariana Valadao und Davi Silva. Für mich und für die Mädels war es ein echt sehr cooler und gesegneter Abend. Die Aluans konnten viel lernen und einfach aber auch erleben. Und ich hab gemerkt wie sehr schon Konzerte vermisst habe... :) Mal schauen wann ich wieder auf eins komme.
Eine von den Alunas die mit auf dem Konzert war, war am nächsten morgen sehr fertig. Sie hat an ihren Klamotten vom Vorabend eine Spur von Rauch
gerochen. Sie hat sich nach ihrem alten Leben gesehnt. Sie wollte gehen.
Ich merke momentan immer wieder, dass wir den Alunas zwar viel sagen können, ihnen helfen könne, Probleme aufzeigen und mit ihnen reden können. Aber das wirklich schwere kommt erst da draußen auf sie zu. Und dort kann ich ihnen nicht mehr helfen. Und ganz schnell und sehr häufig kommt es dann zu Rückfällen. Und das bedeutet nicht nur das sie wieder was getrunken haben oder Zigaretten geraucht haben. Sie fallen oft auch in ihr altes Leben zurück. Eine Schülerin die schon fast 5 Monate im Cervin ist für eine Woche zu Hause und fängt gleich wieder an sich zu Prostituieren. Ein Teile ihres „alten“ Lebens. Eine andere Schülerin hat ihre Therapie schon abgeschlossen, ist aber noch im Cervin, weil sie sich noch nicht ganz nach Hause traut. Sie war zwischendurch ein Wochenende zu Hause. Jetzt ist sie von irgendeinem Mann Schwanger. Zum 4. mal, wobei sie 2 ihrer Kinder ihr schon weggenommen wurden. Es ist halt so passiert meinte sie. Auch ein Rückfall in ihr altes Leben. Wir vom Cervin können zwar versuchen sie auf alle das vorzubereiten, aber meistern müssen sie es und helfen kann ihnen so wirklich nur einer.
Eine von den Alunas die mit auf dem Konzert war, war am nächsten morgen sehr fertig. Sie hat an ihren Klamotten vom Vorabend eine Spur von Rauch
Ich merke momentan immer wieder, dass wir den Alunas zwar viel sagen können, ihnen helfen könne, Probleme aufzeigen und mit ihnen reden können. Aber das wirklich schwere kommt erst da draußen auf sie zu. Und dort kann ich ihnen nicht mehr helfen. Und ganz schnell und sehr häufig kommt es dann zu Rückfällen. Und das bedeutet nicht nur das sie wieder was getrunken haben oder Zigaretten geraucht haben. Sie fallen oft auch in ihr altes Leben zurück. Eine Schülerin die schon fast 5 Monate im Cervin ist für eine Woche zu Hause und fängt gleich wieder an sich zu Prostituieren. Ein Teile ihres „alten“ Lebens. Eine andere Schülerin hat ihre Therapie schon abgeschlossen, ist aber noch im Cervin, weil sie sich noch nicht ganz nach Hause traut. Sie war zwischendurch ein Wochenende zu Hause. Jetzt ist sie von irgendeinem Mann Schwanger. Zum 4. mal, wobei sie 2 ihrer Kinder ihr schon weggenommen wurden. Es ist halt so passiert meinte sie. Auch ein Rückfall in ihr altes Leben. Wir vom Cervin können zwar versuchen sie auf alle das vorzubereiten, aber meistern müssen sie es und helfen kann ihnen so wirklich nur einer.
Montag, 7. Dezember 2009
Paraguay
Mittwoch, 25. November 2009
Ich merke immer wieder, ...
dass Gott ein echt großer Gott ist! Und einfach größer und mächtiger ist, als alles was wir uns ausmalen können. So hatten wir im Casa feminina grad 5 Wochen in denen keine einzige Aluna gegangen ist. Und das ist echt krass, denn normalerweise geht fast jede Woche eine Schülerin. Und besonders auch bei Alunas, die nicht freiwillig kommen und dann aber bleiben, sehe ich, wie Gott wirkt. Zum Beispiel unsere jüngste Aluna (12), die nicht freiwillig zu uns gekommen ist und auch nicht wirklich sich verändern wollte, ist jetzt schon 5 Monate dort und hat damit ihre Therapie fast beendet. Keiner von uns hat wirklich geglaubt, das sie die Therapie abschließen wird. Aber Gott ist einfach größer als das was wir und vorstellen und ausmalen könne und überrascht uns immer wieder mit kleinen oder großen Wundern.
Sonntag, 15. November 2009
Vom Wasserfall, Adventskalender und mir
Die letzten Wochen war es schon richtig brülle heiß. Der Sommer ist angekommen. :) Aber es ist ja schließlich auch schon November. Um eine kleine Abkühlung zu bekommen sind wir mit allen Alunas, außer eine handvoll die nicht wollten, an einen naheliegenden kleinen Fluss mit Wasserfall gegangen. Es war ein riesen Spaß und eine echt angenehme Abkühlung. Aber auch für die neueren Alunas, die sonst noch nirgendwo mit hindürfen, war es ein echtes Highlight. Es war auch einfach mal gut unser volles Casa etwas aufzulockern. Wir haben momentan 16 Alunas. Also wirklich Fullhouse. Und so gibt es natürlich auch immer viel schlechte Luft... Aber sehr cool ist, dass momentan im Casa kaum eine Schülerin die Therapie abbricht. Das letzte mal das eine gegangen ist, ist bestimmt schon 2-3 Wochen her. Was eher unnormal aber sehr schön.
Und jetzt hat sich gerade auch das Wetter überlegt uns eine Erfrischung zu geben. Es regnet wieder in Strömen...
Und so sitze ich in der Stube und bastle Adventskalender fürs Casa feminina. Irgendwie muss ich ja versuchen Weihnachtstimmung aufbringen zulassen. Das ist hier mit Palmen und 35°Grad nicht soo leicht. Aber noch hab ich ja Zeit :) zumindest ein bisschen...
Und so sitze ich in der Stube und bastle Adventskalender fürs Casa feminina. Irgendwie muss ich ja versuchen Weihnachtstimmung aufbringen zulassen. Das ist hier mit Palmen und 35°Grad nicht soo leicht. Aber noch hab ich ja Zeit :) zumindest ein bisschen...
Sonst geht es mir momentan gut. Ich merke, das ich mich selber irgendwie besser kennen lerne und Dinge über mich lerne. Das ist nicht immer leicht, aber ich merke, dass es echt gut ist.
Montag, 2. November 2009
Casa de Davi
In der letzten Nacht muss ich gestehen war ich nicht brav im Bettchen und hab geschlafen. Ich war im "Casa de Davi". Das "Casa de Davi" ist ein Haus der Anbetung und des Lobpreises. Einige Leute haben einmal angefangen ein Haus aufzubauen, wo wie zu Zeiten von König David 24 Std. Lobpreis gemacht wird. An Feiertagen, die es hier in Brasilien in Mengen gibt, werden dann andere Gemeinde gefragt ob sie ein paar Std. Lobpreismachen übernehmen wollen. Die Gemeinde in die ich hier gehe, hat also Gestern die "Schicht" von 2-4h Nachts übernommen und ich bin mit einigen Leute aus der Gemeinde mit hingefahren. Es war echt ein sehr cooles Erlebnis. Die Müdigkeit ist dank genügend Kaffee nicht so stark zum Zuge gekommen und ich konnte die Zeit dort wirklich Genießen. Einfach nur Anbeten und Loben, einfach nur in Seiner Gegenward sein und zur Ruhe kommen. Ich war aber auch echt froh als ich dann um halb 6 ins Bett konnte :)
Wann ich den Schlaf so vollends nachholen kann, muss ich nochmal schauen. Die Nächsten Tage wird erstmal wieder gearbeitet.
Wann ich den Schlaf so vollends nachholen kann, muss ich nochmal schauen. Die Nächsten Tage wird erstmal wieder gearbeitet.
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Ein bisschen aus meinem Leben ... mal wieder
So, nun muss ich auch mal wieder was hier reinschreiben. Der letzte Eintrag ist ja schon ein paar Tage her. Aber soo viel ist hier auch nicht passiert. Es ist halt einfach alles hier schon zu meinem Alltag geworden. Daher also für mich nicht mehr so besonders, aber ihr wollt ja trotzdem wissen was hier so vor sich geht...
Im Casa läuft es momentan eigentlich ganz gut... Die letzten Tage war zwar für mich nicht einfach, aber wie uns jetzt gesagt wurde...wir sind eh grad in der Schwierigsten Phase, was die Arbeit im Casa angeht. Das liegt daran, das wir schon viele Aufgaben und Verantwortung bekommen, die Schülerinnen uns aber oftmals noch nicht so wirklich als eine Respektperson ansehen, die ihnen was zu sagen hat. Besonders gegenüber den Schülerinnen die schon länger da sind als ich, ist es schwierig sich zu behaupten. Dazu kommt dann natürlich die Sprach, die ich zwar schon besser kann, aber zum meckern fehlen noch viele Vokabeln ;)
So bin ich die letzten Tage oft in Situationen geraten, wo ich nur Gegenwind von den Schülerinnen bekommen habe und selber echt am Ende meiner Kräfte war. Es ist aber echt gut immer wieder zu merken, dass das Mitarbeiterteam hinter mir steht und mich ermutigt und "Rückenwind" gibt. Die Arbeit im Garten und auch die Kommunikation was den Garten geht läuft echt gut.
Und sonst genieße ich meine Freizeit. Jetzt am Wochenende waren wir FSjler gemeinsam in Londrina Bowling spielen. Und auch sonst machen wir besonders am Wochenende viel mit den Leuten von der Kirche. Und sonst bin ich gerade dabei mir hier ein paar Hobbies zu suchen. Oder besser Freizeitbeschäftigung. Normalerweise ist hier die einzige Freizeitbeschäftigung für uns - Essen. Und auf die Dauer ist das net soo gut und Spannend. Darum hab ich jetzt mir hier zu Hause einen kleinen Garten in Margarinepötten angelegt und fange an allmögliche Sachen zu Nähen oder mir schon Weihnachtschmuck fürs Casa auszudenken. :)
Im Casa läuft es momentan eigentlich ganz gut... Die letzten Tage war zwar für mich nicht einfach, aber wie uns jetzt gesagt wurde...wir sind eh grad in der Schwierigsten Phase, was die Arbeit im Casa angeht. Das liegt daran, das wir schon viele Aufgaben und Verantwortung bekommen, die Schülerinnen uns aber oftmals noch nicht so wirklich als eine Respektperson ansehen, die ihnen was zu sagen hat. Besonders gegenüber den Schülerinnen die schon länger da sind als ich, ist es schwierig sich zu behaupten. Dazu kommt dann natürlich die Sprach, die ich zwar schon besser kann, aber zum meckern fehlen noch viele Vokabeln ;)
So bin ich die letzten Tage oft in Situationen geraten, wo ich nur Gegenwind von den Schülerinnen bekommen habe und selber echt am Ende meiner Kräfte war. Es ist aber echt gut immer wieder zu merken, dass das Mitarbeiterteam hinter mir steht und mich ermutigt und "Rückenwind" gibt. Die Arbeit im Garten und auch die Kommunikation was den Garten geht läuft echt gut.
Und sonst genieße ich meine Freizeit. Jetzt am Wochenende waren wir FSjler gemeinsam in Londrina Bowling spielen. Und auch sonst machen wir besonders am Wochenende viel mit den Leuten von der Kirche. Und sonst bin ich gerade dabei mir hier ein paar Hobbies zu suchen. Oder besser Freizeitbeschäftigung. Normalerweise ist hier die einzige Freizeitbeschäftigung für uns - Essen. Und auf die Dauer ist das net soo gut und Spannend. Darum hab ich jetzt mir hier zu Hause einen kleinen Garten in Margarinepötten angelegt und fange an allmögliche Sachen zu Nähen oder mir schon Weihnachtschmuck fürs Casa auszudenken. :)
Dienstag, 13. Oktober 2009
Heimatgefühle?!
So, nun ist es schon wieder 10 Tage her das ich was geschrieben habe und dabei gibt es doch einiges zu erzählen. Der Frühling hat hier begonnen. Und mir scheint, dass der Oktober hier so ist wie der April in Deutschland. Er macht was er will. Erst scheint die Sonne und es ist sehr warm und am nächsten Tag brauchst du gleich 2 Decken mehr zum schlafen und es schüttet in Strömen. Aber so ist das halt.
Was wir ja auch aus Deutschland kennen und zum Oktober gehört ist das Oktoberfest. Und das darf hier natürlich auch nicht fehlen. Ab letzten Samstag tobt hier das Leben in Rolândia. Wir haben Oktoberfest. Es soll angeblich das 3 größte Oktoberfest Außerhalb von Deutschland sein. Am Sonntag war hier dann "die große Parade". Es war sehr lustig! Einfach mal zu sehen wie im Ausland Deutschland vorgestellt wird und was alles so typisch Deutsch sein soll. Es hat nicht alles sooo gepasst aber immerhin hatten wir unseren Spaß dabei zu zuschauen.
Was wir ja auch aus Deutschland kennen und zum Oktober gehört ist das Oktoberfest. Und das darf hier natürlich auch nicht fehlen. Ab letzten Samstag tobt hier das Leben in Rolândia. Wir haben Oktoberfest. Es soll angeblich das 3 größte Oktoberfest Außerhalb von Deutschland sein. Am Sonntag war hier dann "die große Parade". Es war sehr lustig! Einfach mal zu sehen wie im Ausland Deutschland vorgestellt wird und was alles so typisch Deutsch sein soll. Es hat nicht alles sooo gepasst aber immerhin hatten wir unseren Spaß dabei zu zuschauen.
Es ist hier also grad fast wie zu Hause ;)

Freitag, 2. Oktober 2009
Neue Aufgaben - Neue Herausforderungen
Ich habe jetzt im Casa neue Aufgaben bekommen. Ich freue mich voll darüber, dass mir schon soviel zugetraut wird, allerdings traue ich mir die Sachen teilweise selber noch gar nicht zu. Ich bin einmal jetzt für unseren Gemüsegarten mitverantwortlich. Wir sind jetzt zu Zweit dafür zuständig. Ich bin gespannt wie das wird, weil zum einen ist mein Wissen, was den Garten an geht hier einfach oft nicht Taugt. Es ist halt ein Garten in Brasilien und nicht in Deutschland.
Zum anderen bin ich gespannt wie es klappt mit der Kommunikation zwischen uns Verantwortlichen. Bekanntlich sollte man Brasilianern ja nicht alles so direkt sagen und ich möchte als "Neuling" auch nicht gleich anfangen Sachen zu kritisieren. Zum anderen hab ich jetzt für einen Monat die Aufgabe Monitora einer Schülerin zu sein. Ich bin jetzt ihre Ansprechpartnerin wenn sie Probleme hat, ich bin dafür zuständig mit ihr zu reden wenn sie Mist baut und auch sonst bin ich es, die immer ein Auge auf sie werfen sollte. Sie ist eigentlich eine sehr liebe und ruhige Schülerin. Jedoch kommt sie aus sehr konfusen Familienverhältnissen. Ich bin sehr gespannt wie das werden wird.
Freitag, 25. September 2009
Mittwoch, 23. September 2009
Foz do Iguacu
Nun ist der Kurzurlaub leider auch schon wieder um. wir hatten in Foz eine echt schöne und
spannende Zeit. Allein der Weg war schon gespickt mit Überraschungen. Wir hatten insgesamt auf der fahrt 4 Panne mit einem Auto. So weiß auch ich nach dem 2. Platten wie man ein Reifen wechselt :) Aber abgesehen von den Auto Pannen lief eigentlich alles glatt. Wir haben viel gesehen. Die Größte Sehenswürdigkeit waren natürlich die Wasserfälle.
Und sie sind wirklich gigantisch. Ich konnte gar nicht mehr aufhören Fotos zumachen, weil es einfach so genial aussieht. Leider konnten wir nicht sooo viel sehen, da vieles von Wasserdampf verdeckt wurde. Sonst haben wir uns noch einen Vogelpark angesehen, mit vielen verrückten Papageien, haben einen Abstecher nach Paraguay gemacht und waren auf dem Riesen Staudamm Itaipu. Es war einpaar eindrucksvolle Tage. Aber auch abgesehen von den vielen Sehenswürdigkeiten,war es eine echt coole zeit für unser Team. Unser letztes Teammitglied ist kurz vor der Reise eingetroffen und wir konnten uns als gesamtes Team noch etwas besser kennen lernen. Und bei all dem hatten wir sehr viel Spaß :)
Mittwoch, 16. September 2009
...Urlaub...
Morgen früh um 5 machen ich mit mit noch 9 anderen Leuten und 2 Autos auf Reisen. Wir fahren nach Foz de Iguacu. Das sind riesige Wasserfälle die ca. 7 Std. Autofahrt von hier entfernt sind. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt was ich da alles so zu sehen bekomme. Zurück kommen wir am Sonntag Abend. Ich werde berichten ;)
Montag, 14. September 2009
Das Klingel-Detail
Es gibt viele Kleinigkeiten, an die ich mich hier in Brasilien schnell gewöhnt habe, die aber doch einfach anders sind als in Deutschland. Ich möchte versuchen euch ein bisschen mit rein zunehmen und werde versuchen immer mal wieder so ein paar kleine Details der brasilianischen Kultur zu zeigen. Hier also die Nr. 1 
"Das Klingel-Detail"
An der Pforte von unserem Haus ist eine Klingel. Und es kommt des öfteren vor, das wenn wir Besuch bekommen, nicht einmal oder zweimal geklingelt wird sondern 10mal.
Das liegt daran das es hier keine Alltäglichkeit ist eine Klingel zu haben. Wenn man vor einem Haus steht, wird einfach einpaar mal in die Hände geklatscht und wenn man will kann man dazu noch rufen, oder mit dem Auto einpaar mal kräftig hupen.
Das liegt daran das es hier keine Alltäglichkeit ist eine Klingel zu haben. Wenn man vor einem Haus steht, wird einfach einpaar mal in die Hände geklatscht und wenn man will kann man dazu noch rufen, oder mit dem Auto einpaar mal kräftig hupen.
Freitag, 11. September 2009
Lange ist es her,...
... dass ich den letzten Blogeintrag geschrieben habe. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich in den letzten 2 Wochen mehr oder weniger nur im Casa war und gearbeitet habe. Es waren sehr anstrengende Tage im Casa, die mich viel Kraft gekostet haben. Ich habe mit viele Gespräche geführt, Angst gehabt, sehr viele Tränen gesehen und versucht den Alunas beizustehen. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass das was ich ihnen gesagt habe ihnen geholfen hat, aber sehr oft auch nicht. Ich merke,dass hier in Brasilien echt noch hammerviele Herausforderungen auf mich warten. Ob es ist jemanden zu trösten und sie davon zu überzeugen nicht die Therapie abzubrechen, oder eine Bibelarbeit zu leiten, wo ich noch nicht richtig portugiesisch kann oder ob ich einfach akzeptieren muss, dass sich Frauen rational gegen die Therapie entscheiden. Die letzten Tage hab ich gemerkt wie schwer es mir fällt zu akzeptieren, dass sich Leute gegen so eine Therapie entscheiden. Manchmal würde ich gerne einfach nur deren Kopfschütteln, damit sie merken was los ist und ihre Meinung ändern. Aber das kann ich leider ja nicht ...
Ansonsten habe ich viele Erfahrungen die letzten Tage gesammelt und bin was die Sprache angeht echt weiter gekommen. Aber wenn ich hier jetzt alles aufschreiben würde, würde ich nie fertig werden :) Aber ihr könnt mich gerne fragen wenn ihr noch mehr wissen wollt. Hier aber noch einpaar visuelle Eindrücke der letzten Tage.
Sonntag, 30. August 2009
Primero Encontro
Ja... am Wochenende war das 1. Treffen
mit ehemaligen Schülerinnen. Wir haben viele eingeladen und ein paar sind auch gekommen :) Insgesamt waren etwa 70 Leute da wovon 15 ehemalige Schülerinnen waren. Wir haben gemeinsam Gottesdienst gefeiert, gegessenund alte Fotos an geguckt und Gemeinschaft genossen. Es war eine sehr nette und lustige Zeit. Für mich war es besonders cool Zeugnisse von ehemaligen Schülerinnen zu hören, die erzählen wie es ihnen geht und wir ihr Weg aus den Drogen war und wie sich ihr Leben verändert hat. Es hat mich echt ermutigt und gezeigt das die Arbeit die wir hier machen nicht nutzlos ist. Wenn ich hier immer sehen wie viele Frauen die Therapie abbrechen, scheint es manchmal als wäre die Arbeit die wir hier leisten für nichts. Aber das ist sie Gott sei dank nicht !
Samstag, 22. August 2009
Kurzes Gastspiel
Die letzten paar Tage waren sehr komisch. Am Donnerstag haben wir ein neues Mädchen im Cervin bekommen. Doch schon am Freitag war sie schon wieder weg. Ein sehr kurzes Gastspiel hier im Cervin. Sie hat schon gleich in der 1. Nacht die Regeln gebrochen, in dem sie mit einer anderen Schülerin eine sexuelle Beziehung eingegangen ist. Beide fanden es lustig die regeln gebrochen zu haben und fanden es auch vollkommen ok. Darauf hin haben wir sie beide weggeschickt. Ich hatte die Aufgabe mit ihnen ihre Koffer zu packen und sie zum Bus zubringen. Es war traurig für mich zu sehen, wie zwei 14jährige Mädchen eine Chance zu einem Leben ohne Drogen wegschmeißen und nicht wissen wieso sie ihr Leben ändern sollen. Leider kommt sehr sehr oft vor das besonders Jugendliche die ins Cervin kommen, gar nicht den Willen haben ihr Leben zu ändern. Es ist ein echtesWunder wenn Jugendliche, die eigentlich noch Kinder sind, hier im Cervin bleiben und die Therapie durchziehen.
Mittwoch, 19. August 2009
Zuviel...
...ist passiert um eine Vernünftige Überschrift zu finden. Im Überblick kann man sagen waren es ein paar sehr emotionale, nervenaufreibende, anstrengende und lustige Tage.
1. emotionale Tage : Andrea, auch eine deutsche FSJ-lerin ist am Wochenende abgereist. Sie hat im Casa feminina eine Abschiedsfeier mit Churrasco und viele Leuten gefeiert. Es sind viele Tränen geflossen. Sie hat das letzte Jahr hier verbracht und im CERVIN gearbeitet. Sie hat mir und den anderen beiden FSJ-Mädels geholfen uns hier etwas zurecht zu finden. In den 3 Wochen die wir hier mit ihr verbracht haben waren sehr cool und sehr hilfreich, besonders im Bereich der Sprache. Ich finde es schade das sie jetzt schon weg ist und nicht deswegen, weil wir jetzt mehr auf eigenen Füßen stehen müssen.
1. emotionale Tage : Andrea, auch eine deutsche FSJ-lerin ist am Wochenende abgereist. Sie hat im Casa feminina eine Abschiedsfeier mit Churrasco und viele Leuten gefeiert. Es sind viele Tränen geflossen. Sie hat das letzte Jahr hier verbracht und im CERVIN gearbeitet. Sie hat mir und den anderen beiden FSJ-Mädels geholfen uns hier etwas zurecht zu finden. In den 3 Wochen die wir hier mit ihr verbracht haben waren sehr cool und sehr hilfreich, besonders im Bereich der Sprache. Ich finde es schade das sie jetzt schon weg ist und nicht deswegen, weil wir jetzt mehr auf eigenen Füßen stehen müssen.
2. nervenaufreibende Tage: Am Donnerstag sind 2 Teenie-Mädchen abgehauen. Es waren beides Mädchen, die direkt vorher im Gefängnis waren und vom Richter geschickt worden waren. Das hatte für sie zur Folge, dass sie von der Polizei gesucht wurden. Am Samstag morgen wurden sie gefunden und wieder ins CERVIN gebracht. Beide hatten gleich als sie draußen waren Drogen genommen, sich prostituiert und eine von ihnen wäre fast zu Tode geschlagen worden. Eine der beiden Mädchen war nicht zum erste mal abgehauen. Sie hat deswegen keine weiter Chance bei uns bekommen und durfte nicht wieder ins CERVIN zurückkehren. Das Mädchen, dass zurück gekommen ist hat jetzt einige Strafen bekommen. Jedoch sagt sie jetzt, das sie keine Therapie mehr möchte und verhält sich auch dem entsprechend. Jetzt muss mit dem Richter geklärt werden ob sie gehen darf oder nicht. Es ist für mich eine sehr komische Situation. Bevor sie abgehauen ist hatte ich zu ihr ein recht gutes Verhältnis und wir haben viel rum gealbert. Jetzt musste ich mich ihr gegenüber ganz anders Verhalten, da wir Mentoren ihr zeigen wollen, dass sie etwas falsch gemacht hat. Das fällt mir sehr schwer .
3. anstrengende Tage: Ich war wie angekündigt das ganze Wochenende im Casa und habe gearbeitet. Dadurch das das eine Mädchen zurück gekommen ist,
war eine sehr merkwürdige Stimmung im Casa. Viele haben sich unwohl Gefühlt. Ich fand es schwer zu wissen, wie ich mich wem gegenüber zu Verhalten habe und helfen kann. Vom Sonstigen Arbeiten her war es aber ein recht angenehmes Wochenende und wir hatten viel Spaß. Ich hab aber gemerkt das so ein Wochenende, wo man dauerhaft präsent sein sollte und immer zu mit einer anderen Sprache konfrontiert wird sehr an die Kräfte geht. Eine Mentorin, Jane, wollte mir eine Auszeit genehmigen und hat mich am Sonntag Abend mit nach Londrina genommen, wo sie zu Verwandten gegangen ist. Es war sehr cool mal in ein Haus einer normalen Familie zu gucken und ein bisschen in den Alltag zu schnuppern. Leider war es für mich nicht so entspannend wie von Jane gedacht.
Nach dem Wochenende ging es heute schon gleich mit einer für mich großen Aufgabe weiter. Ich habe heute, wie angekündigt, mit den Frauen gebastelt. Es war sehr ... interessant :) Wir haben die Frauen in 2 Gruppen eingeteilt, so das ich nur eine Hand voll Leute zu bändigen hatte. Zu Anfang hat auch alles gut geklappt. Ich habe was erklärt und Birgit (ebenfalls Missionarin der Marburger Mission hier in Rolandia) hat das übersetzt. Die Frauen haben es mehr oder weniger verstanden und hatten auch Spaß daran es zu machen. Sie haben zwar wesentlich länger gebraucht als ich geplant hatte, aber das ist ja nicht so schlimm. Mit der 2. Gruppe war das dann leider anders. Die Frauen hatten wirklich keine Geduld. Diese Reihenfolge von erst zuhören um es zu verstehen und
dann zu machen hat nicht so wirklich geklappt. Und es hat eine ganze Weile gedauert bis es mehr oder weniger alle verstanden hatten. Bis dahin hatte die Hälfte schon angefangen Mist zu machen und mich auf den Arm zu nehmen. So musste ich immer gucken was eine ernst gemeinte Frage ist und ich helfen sollte und was nicht. Das war sehr anstrengend. Leider hatten hier auch eher weniger Lust zu malen, was das alles irgendwie noch verschlimmert hat... Naja am Ende waren auch ein paar Bilder fertig. Es war zwar Chaotisch aber ok :) Hier ist das Ergebnis von dem Nachmittag. Es sind zwar noch keine Lesezeichen, aber ich habe noch Hoffnung das es noch welche werden:)
4. lustige Tage: Neben all den anstrengenden Sachen fehlte mir in den letzten
Tagen auf keinen Fall der Spaß. Am Montag Abend machen wir deutschen FSJ-ler immer bei uns im Haus zusammen Hauskreis. Vorher kochen und essen wir immer noch gemeinsam. Wir sind eine sehr lustige Truppe und in diesem "deutschen" Rahmen toben wir uns mit dem Reden dann auch immer aus. Auch wenn es nicht immer sinnvoll ist was wir reden. Ebenfalls im Casa gibt es immer was zu lachen. Besonders spaßig ist es mit den Mentoren zusammen, weil irgendwer von uns immer grad irgendein Blödsinn im Kopf hat. Heute z.B. hat Ricardo uns Anlass zum Lachen gegeben, als er sich seine Fingernägel neu Lackiert lassen hat. Er ist unser einziger Mann im Casa feminina und sehr verrückt und lustig.
3. anstrengende Tage: Ich war wie angekündigt das ganze Wochenende im Casa und habe gearbeitet. Dadurch das das eine Mädchen zurück gekommen ist,
Nach dem Wochenende ging es heute schon gleich mit einer für mich großen Aufgabe weiter. Ich habe heute, wie angekündigt, mit den Frauen gebastelt. Es war sehr ... interessant :) Wir haben die Frauen in 2 Gruppen eingeteilt, so das ich nur eine Hand voll Leute zu bändigen hatte. Zu Anfang hat auch alles gut geklappt. Ich habe was erklärt und Birgit (ebenfalls Missionarin der Marburger Mission hier in Rolandia) hat das übersetzt. Die Frauen haben es mehr oder weniger verstanden und hatten auch Spaß daran es zu machen. Sie haben zwar wesentlich länger gebraucht als ich geplant hatte, aber das ist ja nicht so schlimm. Mit der 2. Gruppe war das dann leider anders. Die Frauen hatten wirklich keine Geduld. Diese Reihenfolge von erst zuhören um es zu verstehen und
4. lustige Tage: Neben all den anstrengenden Sachen fehlte mir in den letzten
Mittwoch, 12. August 2009
Café, café e ainda mais café
Heute startete der Tag für mich etwas früher als sonst. Gemeinsam mit allen Alunas sind wir
Kaffee pflücken gefahren. Für mich war es das 1. Mal, das ich mit war. Wir pflücken bei einem Kaffee-Bauern hier in Rolândia. Um den Tag voll nutzen zu können, sollte es eigentlich früh los gehen. Leider hatte unser VW-Bus dann einen Platten und wir konnten doch nicht so los wie geplant. :) Nach einer Weile waren dann alle beim Kaffeefeld angekommen und wir konnten mit der Arbeit beginnen. Es war eine sehr monotone und anstrengendes Arbeiten. Das hielt aber niemanden davon ab, zu singen oder sich Witze zu erzählen. Besonders das Singen ist immer sehr lustig, da die meisten Alunas nicht unbedingt ein Gefühl für Rhythmus, Töne oder Textkenntnisse haben. Aber die Lieder kommen vom Herzen :) So war es trotz einer knallenden Sonne, ein sehr lustiges Arbeiten.
Und natürlich durfte auch beim Kaffeeernten nicht das Essen und die Mittagspause fehlen. Brötchen mit Fleisch und Pommes drin auf die Hand und Mittagspause mitten auf dem Feldweg. Brasilien, das Land wo es immer einen Weg gibt, dass zu bekommen und zu machen, was man will :)
Nach 9 Stunden und ca. 20 vollen
Kaffeesäcken, haben wir dem Pflücken ein Ende gesetzt. Da es keine Mitfahrgelegenheit gab, sind wir noch eine halbe Stunde zu Fuß nach Hause gelaufen. Endlich mal wieder ein Spaziergang, wenn auch nicht am Hamburger Hafen, aber trotzdem mal nicht schlecht ;)
Nächsten Mittwoch werde ich eine 1. Periodo mit den Schülerinnen machen. Eigentlich ist eine Periodo ein Zeitraum wo eine Bibelarbeit oder ähnliches Platz hat. Mittwochs ist aber immer Raum für Sport, Maniküre etc. Ich werde mit den Schülerinnen Lesezeichen basteln. Die sollen am 29. August beim Treffen von ehemaligen Schülerinnen als Erinnerung an das Treffen verteilt werde. Wie das alles aussehen soll, ist auch schon geplant. Ich muss "nur" noch Vorbereiten was ich den Frauen vorher erzähle. Sie sollen eine kleine Einführung in Farben-Lehre und Mischen bekommen. Und das natürlich alles auf Portugiesisch. Aber immerhin kann ich die Farben schon :) Ich hoffe das die Frauen etwas Geduld haben und zuhören können und nicht zu viel Mist bauen.
Ich bin sehr gespannt wie das alles wird und bin sehr froh, dass ich wissen darf, dass Gott mir bei allem was kommt, hilft und mir auch portugiesische Worte in den Mund legen kann.
Dienstag, 11. August 2009
Die letzten Tage...
Die letzten Tage hatte ich frei :) Es war schön einfach mal lange Schlafen zu können und ein bisschen mehr brasilianische Mentalität kennen zu lernen. Im CERVIN erkennt man zwar auch schon die ein oder andere Eigenart der brasilianischen Mentalität, jedoch wird uns immer wieder gesagt, und ich merke es auch, dass die Schüler im CERVIN nicht unbedingt so wie die Brasilianer sind. Es sind halt wirklich kranke Menschen, die in vielen Punkten einfach anders ticken. Es tut gut dort dann mal raus zukommen und mit anderen Brasilianern zu tun zu haben. Leider musste ich aber auch merken, wie schwer es ist dann wieder rein zukommen. Auch wenn es nur 5 Tage waren, geht der kleine Bezug den man bis jetzt zu den "Alunas" aufgebaut hat ein wenig verloren. Es war schwer wieder rein zukommen. Besonders da ich die Sprache noch nicht so gut kann und sich die Beziehungen daher eher durch gemeinsame Erlebnisse aufbaut.
Da ich das kommende Wochenende komplett arbeiten werde, denke ich werde ich wieder gut rein finden :)
Da ich das kommende Wochenende komplett arbeiten werde, denke ich werde ich wieder gut rein finden :)
Freitag, 7. August 2009
Churrasco
Gestern Abend war ich mit einigen Leuten in einer Churrascosria. Dort gibt es
Churrasco :) und das ist was ganz feines. Es Fleisch am Spieß und das in Massen. Wir saßen einfach am Tisch und alle paar Minuten kam ein netter Kellner und hat dir Fleisch angeboten. Und auch wenn ich nicht immer verstanden hab was er mir grad auftischen wollte und ob ich das überhaupt mag, hat alles sehr gut geschmeckt... Brasilianer sind was Fleisch angeht, wirklich echte Meister:) Neben Fleisch gab es natürlich auch viele andere Köstlichkeiten, die probiert werden wollten. So rollte ich am Ende aus dem Restaurant. Aber zufrieden :)
Und nächstes Wochenende wird es schon wieder Churrasco geben. Zum Abschied von einer FSJlerin wird es diesmal selber gemacht. Mal schaun ob ich bis dahin wieder Hunger habe...
Und nächstes Wochenende wird es schon wieder Churrasco geben. Zum Abschied von einer FSJlerin wird es diesmal selber gemacht. Mal schaun ob ich bis dahin wieder Hunger habe...
Sonntag, 2. August 2009
10 Tage sind vorbei
So inzwischen sind schon 10 Tage rum... die sich wie 20 an fühlen. Die Tage waren gefüllt mit allerlei Dingen. Hier ein mehr oder weniger kleiner Einblick.
Leute kennen lernen, Rolandia und Londrina erkunden, erste Begegnungen im Casa Feminina, sich an Zeit und Menschen gewöhnen, erste Arbeitstage, Umziehen, verschiedene Gemeinden besuchen, auf eine Baby Party gehen, eine Beerdigung mitbekommen, Portugiesisch lernen, Wege suchen und finden, abenteuerliche Autofahren mit mehr oder weniger Fahrttüchtigen Autos, aus dem Koffer leben, Besuch bei der Bundespolizei, eine Obstsalat-Pizza essen, Volleyball spielen, ein Gewitter fotografieren, meinen Namen immer wieder wiederholen weil niemand ihn aussprechen kann, ein bisschen Heimweh haben, Feierabende genießen, Frieren und im Matsch versinken, viel fragen und gefragt werden, Abschiede von einer Schülerin nehmen, Fingernnägel lackiert bekommen, an Sitzungen teilnehmen und nichts verstehen, Merken was ich alles in Deutschland vergessen habe, einen Sonnenbrand der brasilianischen Sonne bekommen, Schlafen und besonders viel und überall essen, Gottes Wirken und Dabeisein in vielen Momenten und Worten spüren.
Bis jetzt war es schon eine echt erlebnisreiche Zeit, auch wenn es eigentlich nur 10 Tage waren.
Jedoch fühlt sich die Zeit hier noch mehr wie ein Urlaub an und man ist noch mehr Tourist als jemand, der hier jetzt wohnt. Ich bin aber sicher das sich das im laufe der Zeit auch noch ändern wird. :)
Leute kennen lernen, Rolandia und Londrina erkunden, erste Begegnungen im Casa Feminina, sich an Zeit und Menschen gewöhnen, erste Arbeitstage, Umziehen, verschiedene Gemeinden besuchen, auf eine Baby Party gehen, eine Beerdigung mitbekommen, Portugiesisch lernen, Wege suchen und finden, abenteuerliche Autofahren mit mehr oder weniger Fahrttüchtigen Autos, aus dem Koffer leben, Besuch bei der Bundespolizei, eine Obstsalat-Pizza essen, Volleyball spielen, ein Gewitter fotografieren, meinen Namen immer wieder wiederholen weil niemand ihn aussprechen kann, ein bisschen Heimweh haben, Feierabende genießen, Frieren und im Matsch versinken, viel fragen und gefragt werden, Abschiede von einer Schülerin nehmen, Fingernnägel lackiert bekommen, an Sitzungen teilnehmen und nichts verstehen, Merken was ich alles in Deutschland vergessen habe, einen Sonnenbrand der brasilianischen Sonne bekommen, Schlafen und besonders viel und überall essen, Gottes Wirken und Dabeisein in vielen Momenten und Worten spüren.
Bis jetzt war es schon eine echt erlebnisreiche Zeit, auch wenn es eigentlich nur 10 Tage waren.
Jedoch fühlt sich die Zeit hier noch mehr wie ein Urlaub an und man ist noch mehr Tourist als jemand, der hier jetzt wohnt. Ich bin aber sicher das sich das im laufe der Zeit auch noch ändern wird. :)
Freitag, 24. Juli 2009
Boa Viagem...
Das wurde uns immer gewünscht. Im Großen und Ganzen ist das auch so gewesen. Den nach einer sehr langen Reise bin ich endlich heil in Brasilien angekommen. Die Fahrt hat nur leider
wesentlich länger gedauert als gedacht. Unser Zielflughafen war wegen Dauerregen geschlossen und niemand wusste wie lange das noch dauern würde. So war für uns warten angesagt und das 5-6 Stunden. Dann durften wir uns in ein Bus setzten, der viel bequemer war als das Flugzeug :), und anstatt ca. 1 Stunden zu fliegen, 6 Stunden nach Londrina fahren...Nach Deutscher Zeit waren wir dann um 04:00 Nachts hierin Rolandia. Es war ein doch recht abenteuerliche Reise.
Durch die Busfahrt konnte ich schon mal ein kleinen Einblick in das Land bekommen, was beim Fliegen nicht soo gut möglich gewesen wäre. Also hatten auch die 5 Stunden mehr fahrt etwas gutes an sich.
Momentan wohnen wir FSJ-lerinnen (Anne, Moni und Ich) noch bei der Missionars-Familie Dietsche und können uns ein paar Tage eingewöhnen. Am 30. oder so werden wir dann in unser neues „ zu Hause“ einziehen.
Heute Nachmittag konnte ich schon mal ein ersten Blick ins CERVIN werfen. Wir waren dort zum Mittag essen und um uns mit dem Team zu treffen. Bei den ersten Sätzen die ich auf portugiesisch reden musste, hab ich gemerkt das das Jahr wirklich angefangen hat. So richtig mit arbeiten wird es dann am Mittwoch wahrscheinlich los gehen. Ich bin gespannt was mich so erwarten wird.
Durch die Busfahrt konnte ich schon mal ein kleinen Einblick in das Land bekommen, was beim Fliegen nicht soo gut möglich gewesen wäre. Also hatten auch die 5 Stunden mehr fahrt etwas gutes an sich.
Momentan wohnen wir FSJ-lerinnen (Anne, Moni und Ich) noch bei der Missionars-Familie Dietsche und können uns ein paar Tage eingewöhnen. Am 30. oder so werden wir dann in unser neues „ zu Hause“ einziehen.
Heute Nachmittag konnte ich schon mal ein ersten Blick ins CERVIN werfen. Wir waren dort zum Mittag essen und um uns mit dem Team zu treffen. Bei den ersten Sätzen die ich auf portugiesisch reden musste, hab ich gemerkt das das Jahr wirklich angefangen hat. So richtig mit arbeiten wird es dann am Mittwoch wahrscheinlich los gehen. Ich bin gespannt was mich so erwarten wird.
Montag, 20. Juli 2009
Die Koffer sind gepackt...
Die letzten Tage, von Donnerstag von Sonntag hatte ich mein Vorbereitungsseminar in Marburg. Dort konnte ich meine zukünftigen Kollegen
schonmal ein wenig kennen lernen ( hier mein wunderbares CERVIN-Team) und ein paar letzte wichtige Infos bekommen. In den paar Tagen habe ich aber auch gemerkt, dass ich all das was auf mich zukommen wird, was uns jetzt nochmal vor Augen gehalten wurde, nicht wirklich alleine gewuppt bekommen kann. Aber da habe ich ja, Gott sei Dank;) eine wunderbaren Helfer dabei, der mir in allem zur Seite stehen wird. Und das nimmt mir, zumindest ein wenig, die Angst vor dem Jahr.
Die Zeit bis zum Abflug wird, was ein Wunder, auch immer überschaubarer. Nur noch 2 mal schlafen und dann geht es in den Flieger. Deshalb stehen die Koffer jetzt auch schon fertig gepackt in der Ecke und warten darauf ins Flugzeug gehievt zu werden.
Heute Abend geht es noch ein letztes mal an den Hamburger Hafen...Elbluft schnuppern und genießen
Samstag, 4. Juli 2009
Nächster Halt : Brasilien
Gestern war mein Abiball und damit ist jetzt alles was mit Schule zu tun hat endgültig vorbei. Und so steuert alles auf Brasilien zu. Ohne Zwischenstop... Es sind nur noch 18 Tage, die sich aber auch schon recht schnell gefüllt haben mit vielen Kleinigkeiten die noch erledigt werden müssen, wie z.B. Geld wechseln, letzte Spender suchen, wichtige Unterlagen kopieren und erstellen, FSJ Seminar in Marburg besuchen, mich von Freunden verabschieden und noch einiges mehr.
Auch wenn Brasilien immer näher kommt, kann ich mir noch nicht richtig vorstellen was mich dort erwarten wird. Sehr cool ist aber, das ich mir jetzt weniger Gedanken machen muss, um das was nach Brasilien sein wird. Ich habe jetzt schon eine Zusagen für einen Studienplatz für das Fach Architektur. Den Platz könnte ich nächstes Jahr annehmen, wenn ich will :) Und ob ich will kann ich mir ja noch überlegen. Es nimmt mir eine kleine Last von den Schultern, dass ich theoretisch schon was habe was ich danach machen kann und damit kann ich etwas entspannter nach Brasilien gehen.
Auch wenn Brasilien immer näher kommt, kann ich mir noch nicht richtig vorstellen was mich dort erwarten wird. Sehr cool ist aber, das ich mir jetzt weniger Gedanken machen muss, um das was nach Brasilien sein wird. Ich habe jetzt schon eine Zusagen für einen Studienplatz für das Fach Architektur. Den Platz könnte ich nächstes Jahr annehmen, wenn ich will :) Und ob ich will kann ich mir ja noch überlegen. Es nimmt mir eine kleine Last von den Schultern, dass ich theoretisch schon was habe was ich danach machen kann und damit kann ich etwas entspannter nach Brasilien gehen.
Donnerstag, 18. Juni 2009
Fertig!!!!
So jetzt bin ich fertig mit Schule...
Ich hatte am Dienstag meine letzte mündl. Abiprüfung und hab damit jetzt mein Abi!!
Irgendwie ist es ein komisches Gefühl jetzt fertig zu sein mit der Schule. Und plötzlich, wo ich nicht mehr lernen muss, merke ich, dass das Flugezeug nach Brasilien schon sehr sehr bald startet.
Nur noch 35 Tage !
Ich hatte am Dienstag meine letzte mündl. Abiprüfung und hab damit jetzt mein Abi!!
Irgendwie ist es ein komisches Gefühl jetzt fertig zu sein mit der Schule. Und plötzlich, wo ich nicht mehr lernen muss, merke ich, dass das Flugezeug nach Brasilien schon sehr sehr bald startet.
Nur noch 35 Tage !
Donnerstag, 4. Juni 2009
Visum!!!!
So ich glaube jetzt ist der richtige Zeitpunkt für mein ersten richtigen Eintrag.
Ganz unverhofft, flatterte heute mein Visum in den Briefkasten!!!
Und dabei hatte ich es erst letzten Donnerstag losgeschickt.
So die Tage bis zum Abflug werden auch immer wenig. Inzwischen sind es nur noch 48 Tage ...
Langsam muss ich dann auch Anfangen eine Packliste zu schreiben und was da alles noch kommt...
Und die Vorfreude wächst...
Ganz unverhofft, flatterte heute mein Visum in den Briefkasten!!!
Und dabei hatte ich es erst letzten Donnerstag losgeschickt.
So die Tage bis zum Abflug werden auch immer wenig. Inzwischen sind es nur noch 48 Tage ...
Langsam muss ich dann auch Anfangen eine Packliste zu schreiben und was da alles noch kommt...
Und die Vorfreude wächst...
Freitag, 6. Februar 2009
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